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Aktualisiert am 02.04.2019 / HB9IQN Hans-Peter Burri / www.qrz.com

Nachruf HB9LAU SK (1930-2017)

HB9CWA Ludwig, Heinz HB9LBX, Regula HB9EGR (Tochter von

HB9LAU), Hans-Peter HB9IQN

1991 trat Ueli in den aktiven Ruhestand. Bereits einige Jahre vorher begann er mit der Vorbereitung eines Hobbys, das ihn bereits 50 Jahre früher schon einmal gepackt hatte. Dieses geriet dann aber umständehalber in Vergessenheit: Radio und Amateurfunk. Beide hatten sich inzwischen stark weiterentwickelt und so war es für ihn eine richtige Herausforderung, das Notwendige hinzuzulernen, um eine eigene Funkstation für weltweite Radioverbindungen betreiben zu dürfen. Die ILT-Schule gab ihm das richtige Rüstzeug und Freude, sich diesen Traum zu erfüllen Ueli lernte das CW zu einer Zeit, als das Morsen für die Erteilung der Kurzwellen-Konzession noch notwendig war. Die Faszination des Lehrens gab ihm die notwendige Motivation, während 12 Jahren selber als Morselehrer an der ILT-Schule tätig zu sein. Er war auch tatkräftig an der Entwicklung des legendären Morsix und späteren iMorsix beteiligt. Dieses kleine, geniale Lerngerät wurde mit grossem Erfolg auch bei der Schweizer Armee beim Unterricht an der EKF-Rekrutenschule in Jassbach eingesetzt. Ueli hat die Texte von HB9CWA, Ludwig morsedidaktisch überarbeitet und erweitert, so dass für uns damalige Newcomer das Erlernen der Morsetelegraphie zur wahren Freude wurde. Ohne seine Begeisterung zu dieser Betriebsart hätten viele ILT-Schüler die damals noch nötige grosse Prüfung nicht bestanden. Somit wurde der Morsix auch zu seinem Vermächtnis. Ohne die genialen Texte wäre CW-Lernen nicht so effizient und erfolgreich geworden. Im Verlaufe der Zeit entwickelten sich ein grosses Beziehungsnetz und ein toller Freundeskreis Die grosse Freude an Fremdsprachen erlaubte ihm viele schöne Kontakte mit Funkstationen in aller Welt. Einmal baute er seine Portabel-KW-Station am Rande der Flugpiste Zürich-Kloten auf. Er bekam bald Besuch von der KaPo Zürich. Eigentlich tat er nichts Unbefugtes und hätte weiterfunken dürfen. Er verschob aber lieber seine Station an einen weiter entfernten Ort. Ueli wanderte viel und radelte mit seinem Stahlross als «Velo-Mobil» durch die Nordschweiz und Süddeutschland. Stets meldete er sich via UHF oder VHF und berichtete Live über das Erlebte und den Tagesverlauf. So war es nicht verwunderlich, dass er es bis auf die Titelseite vom HBradio schaffte, (siehe HBradio 2009-01 Archiv). In guter Erinnerung bleibt auch jener ILT-Abend, als er mit HB9CWA/mm auf Kurzwelle in Kontakt trat. Der eine funkte auf den Amateurbändern und der andere auf einer Seefrequenz. Das führte dann zu einer kleinen Schelte Seitens der Obrigkeit. Wir damaligen Neulinge waren erstaunt und beeindruckt. Ueli HB9LAU war auch ein begnadeter Organisator aller ILT-Club Anlässe. Minuziös klärte er vor jedem Anlass alle Details und Wege ab. Ohne ihn wären die Ausflüge nie so perfekt gelungen. Er war durch und durch ein gutherziger Funkerfreund und Kamerad. Mni tnx dr Ueli. Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig Erzählt lieber von mir und traut euch ruhig zu lachen Lasst mir einen Platz zwischen euch so wie ich ihn im Leben hatte